
Aspe (Populus tremula)
Waldgesellschaften
Auwald (Eichen-Hainbuchenwald, Schwarzerlen-Eschenwald)
Bodenansprüche
trockene Sandböden bis zeitweise überschwemmte, dichte,
feinerdige Auwaldböden; verträgt keine Staunässe; gute Wuchsleistung und
Ausformung auf frischen, nährstoffreichen, lehmigen Sandböden
Ansprüche

Wuchsleistung
Alter: 60 Jahre, Höhe: bis 27
m, dGZ: 8-10 vfm/ha
Gefährdung
Schneebruch; Kern-, Herzfäule (falscher Zunderschwamm);
Kleiner und großer Pappelbock; Wild, Mäusefraß
Wurzelsystem: zunächst
Pfahlwurzel, später Hauptseitenwurzelsystem mit Senkwurzeln; Streuabbau mäßig
rasch; winter- und spätfrosthart sowie relativ sturmfest; Pionier- und
Vorwaldbaumart auf Kahlflächen und gering entwickelten Standorten;
raschwüchsige, jedoch kurzlebige Baumart (bis 100 Jahre); Schnellwuchsbetrieb;
als Überführungs- und Umwandlungsbaumart im Mittelwald werterhöhend
Blüte und Frucht: Mannbarkeit im Bestand mit ca. 20-30 Jahren; Blühzeit: März-April; Samenreife: Mai
Natürliche Verjüngung: durch Wurzelbrut und Samen
Künstliche Verjüngung: als Zeitmischung in Eschen-, Kirschen-, Schwarzerlenbeständen
Pflege: frühzeitige Durchforstung in kurzen Abständen; Trockenästung
unerläßlich; Nebenbestandspflege zur Verhinderung von Vergrasung und Wurzelbrut;
kurze Produktionszeiträume (50-60 Jahre) beachten (Gefahr der
Kernfäule)
Holzeigenschaften,
-verwendung: leichtes, zähes, festes Splintholz; Atrogewicht: 400
kg/m3; Schälfurnier, Zündholz, Zellstoffholz; Blindholz für Mittellagen,
Kistenholz; Holzschuhe, Prothesen