Weißtanne (Abies alba)

Waldgesellschaften
Fichten-Tannenwald

Bodenansprüche
tiefgründige, nachhaltig frische Braunerden; gedeiht auch auf Gley- und Pseudogleyböden mit mangelnder Bodendurchlüftung (Tannenzwangsstandorte) sowie auf initialen Rendsinen und Rankern

Ansprüche

Wuchsleistung
Alter: 80-100 Jahre, Höhe: 31-40 m, dGZ: 10-18 vfm/ha

Gefährdung
Immissionen, Frost, Naßkern; Tannentrieblaus; Tannenkrebs; Wildverbiß; Mistel

Wurzelsystem: Pfahlwurzel mit hoher Wurzelenergie erschließt auch dichte Böden; Streuabbau rasch; sekundäre Pionierbaumart im Blockwald auf Rendsinen und Rankern; Schlußwaldbaumart im montanen Bergwald; Stabilisator in Fichtenbeständen; in der Jugend langsamwüchsig

Blüte und Frucht: Mannbarkeit im Bestand mit ca. 60-80 Jahren; Blühzeit: Mai-Juni; Samenreife: September-Oktober

Natürliche Verjüngung: unter Schirm wegen Frostgefahr

Künstliche Verjüngung: Voranbau einzeln unter Schirm, besser in Gruppen; Pflanzenzahl: 1.500 bis 4.000 Pflanzen/ha

Pflege: Förderung zur Erzielung eines stufigen Bestandsaufbaues; kontinuierliche Wuchs- und Vitalitätspflege; Z-Stammauszeige (ca. 400 pro ha); auf lange Produktionszeiträume achten ( zur rechtzeitigen Vorverjüngung unter Schirm)

Holzeigenschaften, -verwendung: hart, zäh, "arbeitet" weniger als Fichte, harzlos, gut zu imprägnieren; Atrogewicht: 410 kg/m3; Erd- und Wasserbau, Leimträger, Schindeln, Bautischlerei (z.B. Türen); Drechsler-, Wagner-, Schuhholz; Maschinenbau, Werkzeugteile