Weiß-, Hainbuche (Carpinus betulus)

Waldgesellschaften
Stieleichen-Traubeneichen-Hainbuchenwald

Bodenansprüche
basenreiche, feinerdige, gut entwickelte, tiefgründige Böden; auch auf tonreichen, feuchten bis vergleyten Muldenstandorten sowie mäßig frischen bis trockenen Kalksteinbraunlehmen (Rendsinen)

Ansprüche

Wuchsleistung
Alter: 80-90 Jahre, Höhen bis 25 m, dGZ: 6-7 vfm/ha

Gefährdung
Wild; Dürre; Rindenbrand bei Freistellung; Früh- und Winterfröste

Wurzelsystem: Herzwurzel mit geringer Wurzelenergie; Streuabbau rasch; Schlußbaumart im Eichen-Hainbuchenwald; Nebenbestandsbaumart in Wertholzbeständen und Schutzwaldbaumart auf kollinen Steilhängen; gute Bodenschutzeigenschaften; in der Jugend raschwüchsig

Blüte und Frucht: Mannbarkeit im Bestand mit ca. 30-40 Jahren; Blühzeit: Mai-Juni; Samenreife: Oktober

Natürliche Verjüngung: unter lockerem Schirm durch Stockausschläge (Nieder- und Mittelwaldbetrieb)

Künstliche Verjüngung: zur Nebenbestandesbildung in Wertholzbeständen (Mischung mit Eiche, Esche, Kirsche, z.B. 3 Reihen Edellaubhölzer, 2 Reihen Hainbuche); Unterbau in älteren wertholzfähigen Beständen

Pflege: orientieren sich am Hauptbestand (vorwüchsige und Hauptbaumarten bedrängende Individuen zurückschneiden oder entnehmen)

Holzeigenschaften, -verwendung: hartes, zähes Holz, Atrogewicht: 720 kg/m3; Drechsel-, Wagner-, Schuhholz; Maschinenbau, Werkzeugteile; hochwertiges Brennholz, geringe Nutzholzausbeute